Navi für Biker??

Multi Media S1000 XR

Ich habe das schon gesagt das meiner Meinung nach ein Navi –> Richtig Verwendet <– ein schickes/cooles/notwendiges „Sicherheit Tool“ für Motorradfahrer ist/sein kann/wäre.

Wichtigster Satz : „…. und das Programmieren eines GPS während der Fahrt ist eine ganz ganz DUMME Sache.

Aber was verwendet man denn nun ?
Auch eine gute Frage, einige stehen auf Handy’s in einer speziellen Halterung mehr oder weniger vor Witterungseinflüssen geschützt. Die gibt es von den günstigsten Chinesischen Hinterhof Klitschen für 6 Euro (inklusive Versand), meistens auch mit dem Wert entsprechenden Dichtigkeit und Haltbarkeit. Bis zum Hochpreis System vom Bajuwarischen Hochpreis Motorrad Hersteller.

Garmin Navi GPS VAlle vergessen aber die eigentliche Gefahr für die Elektronik, denn die sieht man im ersten Moment nicht, nämlich Vibrationen.  Handy’s werden eh alle 2 Jahre getauscht und die 3x die ein Handy als Navi (Ersatz) auf dem Motorrad angebracht ist verringert nicht die Lebensdauer. Außer vielleicht man fährt einen 1 oder 2 Zylinder Vibrator aus „A“ oder „USA“ oder „JP“, oder ein indisches Bullet Diesel Motorrad, dann ist’s mit der Lebensdauer eines Handy als Navi am Bike nicht weit her. Der Grund ist das die Vibrationen den LCD Screen zerstören können und die einzelnen Bauteile vornehmlich die schwereren den Beschleunigungs Kräften beim Vibrieren nicht gewachsen sind.

Das Vibrations und Feuchtigkeits Ding haben die speziell für Motorräder entwickelten Navi Geräte irgendwie besser drauf. Aber lohnt sich der Griff TIEF in die Geldbörse um eines der speziell für Motorräder gebauten Navigationsgeräten zu kaufen. Laut Hersteller halten diese mehr als nur einen einen Regenguss aus (eigene Erfahrung, von München nach Paris im Dauerregen, ja hält), sind durch ihre mehr oder weniger dicke Ummantelung vor Beschädigungen bei einem Runterfaller (Umfaller oder so) ganz gut geschützt. Die Displays sind meistens entspiegelt und auch mit Handschuhen mittlerweile gut bedienbar.

Die Software der Hersteller solcher Geräte ist mittlerweile mit ein paar Schmankerl für den Biker gerüstet und fast immer gibt es eine PC Software dazu, damit FRAU/MANN am heimischen PC die Route Planen kann und mit seinen Mitfahrern auch austauschen kann.

Garmin BasecampDas GPX Format hat sich in der Zwischenzeit (meine Meinung) also kleinster gemeinsamer Nenner bei der Routen-Weitergabe herausgestellt. Egal ob vom Hersteller A B oder C das Navi, es gibt einen Weg das sie entweder von Haus aus das GPX Format lesen können, oder es gibt im Internet einen Konverter auf das eigene Format.

Einige Hersteller haben erkannt, das Motorradfahrer gesellige Gesellen sind und ein paar Features wie einen Buddy-Marker eingebaut, damit man sehen kann wo der Kollege herumirrt wenn man sich mal verloren hat. Oder so etwas wie Bluetooth Übertragung einer Route an das Gerät des Kollegen. Nach dem Motto „Ich Plane den Hinweg, den Rückweg machst Du dann. Und am Start der Tour tauschen wir die fehlenden Teile eben aus.“ So fühlt sich jeder als ein Teil der Planung, oder so.

Was ich fahre?? Seit Jahren schon Garmin, ich habe mich mit MapSource und dann auch mit BaseCamp ausgesprochen wohl gefühlt.

Meine Touren sind immer relative einfach gestrickt und in einzelne Teile oder bei Mehrtagestouren in einzelne Tage unterteilt. Ich verwende ziemlich viele Wegpunkte, die einen Sprechenden Namen haben, denn nichts ist schlimmer als die Route abzuändern und nur Wegpunkte mit dem Namen WP 001 bis WP 999 zu haben und nicht zu Wissen an welcher Stelle man nun eigentlich ein Re-Routing machen kann oder will.

Einfache Deutschland RundeBei „WP0450_BayrischZell-Sued“ ist das ganz einfach es ist immer noch einigermaßen sortiert und Lesbar, aber ein Einfügen ist auch extrem einfach. Alle Wegpunkte einer bestimmten Gegend bekommen auch das gleiche Icon, so kann man deren Zusammengehörigkeit sofort erkennen.

Ach so und ich verwende ein Zahlensystem das am Anfang in 10 und bei kleineren Routen in 5er Schritten geht, damit kann man die Wegpunkte immer passend setzen und muss nicht den ganzen Zahlenbaum updaten.

Das ist und soll keine Kaufhilfe sein, es soll nur mal ein paar Aspekte bei der Navi Wahl beleuchten und aufzeigen.

Ein ganz wichtiger Teil aus dem Bereich „Sicher Fahren mit GPS
Artikel 3: Ein GPS verbessert die Nachtfahrt Sicherheit. Darüber wird eher selten gesprochen, aber meiner Meinung nach gibt Dir ein GPS in der Nacht eine bessere, nennen wir es mal „Road Awareness“. Soll heißen, das GPS kann dir Helfen den Streckenverlauf zu Wissen, bevor Du es dann im Scheinwerferlicht sehen kannst. NEIN, man fährt in der Nacht nicht „NACH GPS“!!
Das Endet nur als Zeitungsnotiz.

KEINE STRASSEGEHIRN EINSCHALTEN fehlt in noch an einigen Stellen aber das kann man sich ja Denken. Das Navi ist KEIN Ersatz für den gesunden Menschenverstand. Wenn da etwas BLAUES auf der Karte eingezeichnet ist, dann muss man einfach WISSEN das dort Wasser gemeint ist und fährt nicht einfach Blindlings dort hinein und hat dann am Ende noch die Frechheit zu sagen :„Aber das Navi hat doch ….“. Das ist eine Aussage einer Person die in der Evolutionsstufe noch unter einem Graubrot angesiedelt ist.

Ahh und hier noch ein paar NoNo’s

Das Handy in einer wie auch immer gearteten Tasche am Lenker ist vielleicht ganz gut, aber ehrlich wer macht sich die Mühe Tagein, Tagaus das Teil da reinfummeln und auch wieder bei jeder Gelegenheit rauszuholen.

Ach so dann sind a noch die Übervorsichtigen, die ein wasserdichtes Handy in eine wasserdichte Schutzhülle stecken. Auch viel zu viel Aufwand. Das lohnt sich alles nur wenn man das Navi (oder Handy) nur ab und zu verwendet.

Wenn man wirklich häufig Fährt und die Vorzüge eines Navi’s kennen und gelernt hat damit umzugehen, dann kommt man an einer Lösung wie Garmin oder TomTom oder ähnlichen nicht vorbei.

 

Veröffentlicht von Joerg Wenzel

Biker seit 1975

Ein Kommentar zu “Navi für Biker??

  1. Sehr schön beschrieben!
    Beim iphone in frühen Inkarnationen kam noch hinzu, dass es bei niedrigen Temperaturen gerne einfach ausging – und die sind im Regen und bei Fahrtwind schnell erreicht.

    Bei aktuellen Hochpreismodellen (nicht nur iPhone, auch Android) zerschütteln Eintöpfe gerne die stabilisatoren der Kameras, wenn die Halterung nicht Vibrationsgedämpft ist.

    Jeder soll die Navilösung nehmen die er/sie möchte, für meine Nutzung kommt nur ein echtes Navi in Frage.

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